
BIOGRAPHIE - STEREOSOPHA
Das sind die Herren Hille, Heer und Plasticgold. Erstere prallten vor Jahren an einer Freestyle-
Session mit Backup-Band aufeinander. Der Funke sprang über. Auf eine Session folgte die
nächste, aus Hooks wurden Songs, die Musiker wichen Turntables und aus Zero MZ und Mic
Heer wurde Monstereo. Bald schon nahmen die Jungs aus Schaffhausen erste Gelegenheiten
wahr, zusammen Shows zu rocken. Diese Shows fanden jedoch nicht in heimischen Gefilden
statt, sondern an manch skurrilen Orten wie jener Auftritt auf einer Skipiste in Scoul.
Dieser grenzwertige Erfahrungsschatz bot Nährboden für weitere Entwicklungsschritte. So folgten
Auftritte an Geburtstagsparties, die in gewissen Kreisen durchaus Kultstatus geniessen, und
die erste und letzte Namensänderung. Aus Monstereo wurde Stereosopha. Erstes Karriere-
Highlight von Stereosopha war alsbald der Song "Blos E Chlini Stadt" (im Original von Dieter
Wiesmann), der nach der Veröffentlichung auf der Compilation "SH Allstarz" im Dezember
2005 von Radio Munot ins Tagesprogramm aufgenommen wurde.
Der nächste grossen Auftritte folgten bald darauf (Neueröffnung vom "Chäller", Lakeside Open Air und Vorband von Radio 200000). Knapp zwei Jahre nach "Blos E Chlini Stadt" releasten Stereosopha ihre vier
Tracks starke Debüt-EP "zum froh si", deren Outro kein geringerer als Deutschlands Funksoul-
brother No 1 Toni L bestritt, nicht etwa weil er für diese Dienstleistung Kröten abkassiert hätte,
sondern weil er die EP für fresh befand. Die vier Songs wurden damals im eigenen Studio auf-
genommen. Für den Mix war Felix Lämmli zuständig und das Mastering besorgte Dan Suter.
Ein halbes Jahr nach dem Release wurde der EP-Track "Party Party" vom DRS VIRUS-Team
entdeckt, für fresh befunden und mit Airplay versehen. Im Zuge dessen wurde das Duo im
April 2008 mit dem Titel MX3 Band Of The Week geadelt und erhielt auch auf DRS 3 Airplay.
Daraufhin wurden weiter Bühnen gerockt, ob nun als Hauptact oder Vorband für die Shows von
Männer am Meer, Dabu Fantastic oder Black Tiger.
Mittlerweile wurde aus dem Duo ein Trio,
ist doch neben den Rappern Zero MZ und Mic Heer auch Producer Plasticgold nunmehr ein
festes Mitglied von Stereosopha. Heuer hat die Truppe aus Schaffhausen Grosses vor. Eben
erst haben die Jungs die Aufnahmen für das anstehende Debüt-Album "Bivalents Canape"
abgeschlossen, an die Sound Village Studios (Mix) und das Startrek Studio (Mastering) weiter
gereicht, die den 13 Tracks der letzte Schliff verpassen, bevor der Longplayer am 10. Mai in
reale und virtuelle Ladenregale gestellt wurde.
Dass auf "Bivalents Canape" weder Standardphrasen gedroschen noch gängige Rap-Klischees bedient werden, lässt schon der Albumtitel erahnen. Stereosopha gehen ihren eigenen Weg. Fern ab von Stereotypen und längst ausge-
treten Pfaden erzählen Hille und Heer Geschichten, wie sie nur das Leben selbst zu schreiben
imstande ist, da mit einem Schmunzeln auf den Lippen, dort mit ernster Miene. So ist die di-
rekte und ehrliche Art der beiden Mannen an den Mikrofonen eine grosse Stärke und zugleich
das Fundament für den Abwechslungsreichtum an Themen und Stimmungen des Debüts von
Stereosopha.
Gleiches wie für den Rap gilt auch für die Beats von Plasticgold, die fern ab jeg-
licher Normen Genregrenzen verschwimmen lassen und Zero MZ und Mic Heer die perfekte
Steilvorlage liefern. Auf "Bivalents Canape" gibt's mit lediglich zwei Ausnahmen 100% Schaff-
hauser Schaffen aufs Ohr. Die zwei Ausnahmen, die die Regel bestätigen, sind das Feature
von Agg Prod. (Bayrischer Dailekt) sowie ein Skit mit DRS 3-Moderator Mario Torriani am Mic.
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